Dieses Jahr auf der Kieler Woche...
Wir haben in der "OLJM" den 3. Platz belegt und bei den "JWK" Regatten der 1. Platz in der Gesamtwertung. Kurpi hat Gary das erste Mal alleine als Skipper eine Regatta segeln lassen...
Jan (8.4 28.6.11)
„Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber die Segel können wir richten“
Dies besagt ein altes Sprichwort der Wikinger und trifft in jedem Falle auf die Regatten der Kieler Woche zu. Am 19.06.2011 ging es wieder einmal los zur Kieler Woche 2011. Mit insgesamt 16 Leuten fuhren wir am Sonntagabend los und kamen um ca. 20:00 Uhr auf dem Bundeswehrgelände in Kiel an. Unsere speziellen Ausweise, die uns den Einlass auf das gesicherte Gebiet ermöglichten, wurden ausgehändigt und wir fingen an, die Zelte aufzubauen. Nach dem typischen ersten Abendessen, das aus Kartoffelsalat bestand, machten wir es uns auch schon in unseren Zelten gemütlich und freuten uns auf die bevorstehende Woche.
Am Montag begannen wir dann unseren Jugendwanderkutter „Balu“ mit Melkfett einzureiben, um die bestmögliche Geschwindigkeit aus ihm heraus zu holen, stellten die Masten und ließen ihn, zusammen mit unserem diesjährigen, uns begleitenden Motorboot, der „Amy“, in das Wasser kranen. Ein großer Teil der Gruppe segelte dann auch schon gleich los, um ein wenig zu trainieren und wir anderen gingen in Ruhe mit dem Motorboot ein Eis essen.
Nach einer weiteren, nicht gerade erholsamen Nacht, in der die anderen Mannschaften bis ungefähr 4:00 Uhr morgens Musik anhatten, wachten wir früh auf und machten uns bereit für unsere erste Regatta.
Seit letztem Jahr beteiligten wir uns neben den Jugendwanderkutter Regatten auch an den OLJM, den Offenen Landes Jugend Meisterschaften, bei denen wir Marinekutter der Bundeswehr benutzten. Nachdem wir dann gleich am ersten Tag insgesamt drei Regatten, eine auf der „Balu“ und zwei auf den Marinekuttern, gesegelt sind, bei denen es relativ stressig zuging, gingen wir abends noch auf die Kiellinie und kamen dann zur festgelegten Zeit, 23:00 Uhr, zum Zeltplatz zurück. Auch die nächsten Tage verliefen hektisch, doch wir hatten sehr viel Spaß und trotz Schlafmangels segelten wir meist gute Plätze in den Regatten. An Bord hatte jeder seine eigene Aufgabe und unser Steuermann Gary überwachte uns, gelegentlich mit viel Geschrei, gewissenhaft bei unseren Tätigkeiten.
Am
letzten Tag war dann, nach einer erfolgreichen letzten Regatta, bei der wir
ohne Fehler den ersten Platz ersegelten, die Siegerehrung. Nachdem gefühlte 50
Personen geehrt wurden, schafften wir es auf die Bühne und erhielten zum Preis
für den dritten Platz bei den OLJM einen Pokal und letztendlich noch ein
Steuerrad, das uns für den ersten Preis bei den Jugendwanderkutter-Regatten verliehen
wurde.
Alles in Allem gefiel mir die Kieler Woche, wie auch schon die Jahre davor, außerordentlich gut und ich würde sie auf jeden Fall jedem empfehlen, der Freude an Wassersport hat und bereit ist, in einem Team eine Aufgabe zu übernehmen und diese pflichtbewusst zu erfüllen.
Amy (9.5 30.6.11)
Jollensegeln – Segel AG der GSM
Ich habe die Segel AG gewählt, weil mein Bruder auch schon dort teilgenommen und sie mir wärmstens empfohlen hat. Am Anfang war es etwas schwer sich zu orientieren und besonders beim Lenken hatte ich Angst irgendwo gegen zufahren oder etwas falsch zu machen.
Beim Lenken ist besonders wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht hektisch zu werden, was am Anfang etwas schwer ist, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.
Außerdem muss man den Überblick bewahren um als Kapitän gut Befehle erteilen zu können.
Gefährlich ist das Segeln an sich eigentlich nicht, nur einmal war sehr starker Wind weshalb das Boot beinahe senkrecht im Wasser lag, da hatte man fast Angst, dass es umkippt.
Als es kälter wurde konnten wir dann leider nicht mehr segeln. Dann haben wir uns in der Schule getroffen und Knoten geübt wie z.B. den Webleinstek.
Im Allgemeinen fand ich die Segel AG sehr gut und empfehle sie jedem weiter.
Estella Neander, Klasse 8.5 der GSM
Die Kieler Woche 2010
(von Amy Minne)
Früh morgens aufstehen, Müsli essen, Boot fertig machen, lossegeln; so könnte man den Ablauf kurz vor den morgendlichen Regatten der Balucrew auf der Kieler Woche 2010 in etwa beschreiben.
Das hört sich nicht gerade schön oder spannend an, doch das ist es. Erst einmal hat man auf den Regatten total viel Spaß und es gibt ja auch noch Freizeit, in der man keinerlei Arbeiten zu tun hat. Wie zum Beispiel abends zur Kiellinie zu gehen, Konzerte anzugucken, Bratwürste zu essen oder aber auch einfach auf dem Zeltplatz zu bleiben und sich zu entspannen.
Und man muss auch nicht jeden Tag früh aufstehen. Entweder finden zu der Zeit an manchen Tagen noch gar keine Regatten statt oder man gehört vielleicht zu den „Glücklichen“, die nicht mitsegeln „müssen“. Wie Gary (16) sagt: „Es ist teilweise ziemlich entspannend, nicht mitsegeln zu müssen.“
Wenn man dann aber endlich mit dem Jugendwanderkutter „Balu“
auf dem Wasser ist, ist jegliche Müdigkeit oder Unlust schnell verflogen. Dann
heißt es nämlich erstmal „Segel setzen, dampen, Fender rein, Ruhe im Boot!“
Herr Kurp, unser Steuermann, entschuldigt sich dann schon mal im Voraus für sein Geschrei und steuert das Boot zur Startlinie.
Der spannendste (und mit der wichtigste) Moment ist dann meistens, wenn es nur noch ein paar Sekunden bis zum Start sind. Mit einer Stoppuhr zählen wir langsam runter, nehmen den besten Kurs auf, gehen in unsere jeweiligen Positionen und versuchen ruhig zu bleiben.
Und dann geht die Regatta los. Mit unseren drei Segeln, der Fock, dem Groß und dem Besan haben wir die ganze Zeit reichlich viel zu tun. Noch dazu muss man darauf achten, dass man den richtigen Kurs nimmt und keine anderen Boote rammt.
Doch mit unseren Geheimtricks sind wir dann doch auch immer ganz gut; Wie zum Beispiel das Lied „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ von Balu dem Bär, das wir „eingesetzt“ haben, um andere Boote zu überholen. Was überraschenderweise auch geklappt hat…
Was aber auch viel Lob und Anerkennung brachte, war der Trick von Gary, unser Steuermann bei der OLJM, der kurz wartete, etwas nach der Boje wendete und eine Welle erwischte, die uns dann an etwa drei Booten vorbei ziehen ließ.
Doch da fragt sich sicherlich auch schon einer: „OLJM???“
Das war letztes Jahr eine erstmalige Sache; die Offenen Landesjugend Meisterschaften sind ausschließlich für Jugendliche und werden mit Marinekuttern des Marinestützpunktes gesegelt.. Da durfte Herr Kurp dann logischerweise nicht mit. Nach längerem Überlegen entschlossen wir uns, wir würden daran teilnehmen und Gary würde unser Steuermann werden. Das war, denke ich, auch kein Fehler, da wir am Ende (genau wie bei den Jugend Wanderer Kutter Regatten, kurz JWK) auf dem zweiten Platz landeten.
Mit den fremden Booten, die anfangs etwas Verwirrung bei uns stifteten traten wir gegen andere Jugendliche aus ganz Deutschland an, unter anderem gegen unsere so genannten Erzfeinde, die Butenplöner, bzw. die Putendöner, wie sie scherzhaft von uns genannt werden.
Doch um zum Ende noch einmal zu den Freizeitaktivitäten der Kieler Woche zurück zu kommen, nicht nur das Segeln ist das Spaßige…! Auf einem großen Zeltplatz zelten wir gemeinsam mit ca. 200 anderen Jugendlichen, die allerdings alle älter sind als wir. Bei denen geht es dann auch mal etwas wilder zu, mit Bier, LSD (Laufen, Saufen, Drehen) und allem drum und dran. Doch trotz alledem sind sie noch immer nett und relativ verantwortungsbewusst.
Aber auch wenn man noch nicht alt genug für so etwas ist, kann man immer noch zur Kiellinie gehen, auf der Konzerte stattfinden, Pommesbuden und andere Stände sind und auf der man einfach Spaß haben kann. Der Weg vom Marinestützpunkt ist weit, doch das nimmt man dann schon mal gerne in Kauf.
Was mir persönlich an der Kieler Woche gefällt, ist allerdings auch das einfache, etwas unordentliche Leben auf dem Zeltplatz… In unserem kleinen Essenszelt findet man immer etwas leckeres und wenn man geschickt ist, schafft man es auch sich jedes Mal vor dem Abwaschen zu drücken. Unsere Mahlzeiten sind leicht zuzubereiten und jeder mag sie.
Alles in Allem muss ich wirklich sagen, die Kieler Woche lohnt sich und man will sie nicht verpassen!
Wachablösung oder Ende der GSM/Balu auf der Kieler Woche ?
Der Jugendwanderkutter Balu hat seit 1994 in 16 Jahren 15 mal Bremer Farben auf der Kieler Woche bei den Kutterregatten vertreten, immer mit Schülern der GSO Gesamtschule Bremen Ost, des GRSZ Gerhard Rohlfs Schulzentrum in Vegesack oder der GSM Gesamtschule Bremen Mitte. Einmal war die Balu an den Vegesacker Verein Nautilus verchartert, da deren Balu-Zwilling „Vegefeuer“ von der Werft „Jugendkutterwerk-Bremen“ nicht rechtzeitig fertig gestellt werden konnte. In dem Jahr segelten die Schüler des GRSZ einen Bundeswehrkutter in der internationalen Klasse bei den Kutterregatten der Kieler Woche.
Die Segel AG der GSM ersegelte bei ihren 11 Teilnahmen 2 vierte, 2 dritte, 1 zweiten und einen 1. Platz. Dieses Mal wieder ein 2.Platz. Immer war ich als Bootsführer dabei.
Doch dieses Jahr ersegelten sich die Schüler der Gesamtschule Bremen Mitte auch alleine mit ihrem Steuermann Gary Minne einen zweiten 2. Pokal in der offenen Landesmeisterschaft von Schleswig Holstein. Ihnen fehlte nur ein Punkt in der Endabrechnung um den Sieger-Pokal auf Anhieb auch einmal nach Bremen zu holen. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr.
In der Jugendwanderkutterklasse war es für Balu dieses Jahr trotz hervorragender Platzierungen (2 zweite, 1 dritter und 2 erste Plätze) in den 6 Wettfahrten nicht möglich den Plöner Kutter „Buttenplöner“ zu schlagen, da dieser 3 Wettfahrten gewann und auch 2 zweite Plätze ersegelte. Gerade deshalb war es für uns gegenüber den restlichen Konkurrenten ein hervorragendes Ergebnis und vielleicht mein Abschied als verantwortlicher Steuermann an der Pinne von Balu. Schön wäre es, wenn wir dauerhaft eine(n) jugendliche(n) SteuerFrau/Mann im Verein etablieren könnten, der die Kieler Woche mit Balu segeln dürfte.
Ich habe jetzt schon Anfragen meiner ehemaligen Segelschüler bekommen, ob sie nächstes Jahr nicht mit einer eigenen Mannschaft auch an der Kieler Woche teilnehmen könnten. Es fehlt ihnen aber ein(e) SteuerMann/Frau.










