Jahrgangsfahrt Hastings
Vom 2.-8. Mai 2010 waren wir in England. Zu zweit waren wir bei englischen Familien untergebracht. Das war aufregend, weil wir nicht sicher waren, ob unser bisher gelerntes Schulenglisch ausreichend sein würde. Einigen trieb der Gedanke an eine Unterhaltung in englischer Sprache den Schweiß auf die Stirn. Das erwies sich im Verlauf als unbegründete Befürchtung. Im Prinzip kamen wir alle gut zurecht mit unseren Sprachkenntnissen, und manchen machte es dann sogar richtig Spaß kleine Unterhaltungen zu bewältigen. Nach und nach wurden wir mutiger. Hastings ist ein Ort an der Südküste Englands. Der tägliche Gang zum Strand war uns ein besonderes Vergnügen. Das Wetter war relativ freundlich, auch wenn es gelegentlich kleine Schauer gab. Letztendlich hatten wir aber Glück. In Hastings gab es gleich an unserem ersten vollen Tag dort ein beliebtes und bekanntes jährliches Fest, nämlich 'Jack-in-the-Green'. Dieses Fest wird gefeiert, um den Frühling bzw. den nahenden Sommer zu begrüßen. Es gibt einen langen Umzug durch den alten Kern Hastings. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind alle in grünen, z.T. sehr aufwändigen hergestellten Kostümen unterwegs. Es wird viel Musik gemacht und getanzt. Viele Leute stehen an den Straßenrändern und beklatschen die einzelnen Teilnehmergruppen. Der Umzug endete auf einem der beiden Cliffs, die sich rechts und links neben der Altstadt erheben. Hier konnte man einige traditionelle Morris-Dance-Gruppen beobachten. Es gab viele verschiedene Essensstände. Gleichzeitig kamen an diesem Tag viele Motorradfahrer nach Hastings zu dem dort jährlich stattfindenden Motorradfahrertreffen. 5000 zusätzliche Menschen sollen an diesem Zag da gewesen sein. Für unsere Unterhaltung war also gesorgt. In den folgenden Tagen waren wir zweimal in London. Das gehörte natürlich zu den Highlights dieser Reise. Endlich mal die Tower Bridge, das London Eye, den Clock Tower mit Big Ben und dem Parlament, die Themse, Madame Tussaud's und viele andere bekannte Sehenswürdigkeiten 'live' zu sehen, das war schon was! Wir haben uns dicke Füße gelaufen. Shopping durfte ja auch nicht zu kurz kommen. Erschöpft von all diesen Eindrücken haben wir dann auch noch ein Programm im Globe bewältigt. Wir haben dort an einem 'workshop' mitgemacht, der aber etwas darunter gelitten hat, dass wir alle recht erschöpft waren. Auch einen Ausflug nach Brighton haben wir gemacht. Den Royal Pavillion haben wir uns nur von draußen angeschaut. Lieber haben wir dort viel Zeit auf dem Pier und am Strand zugebracht. Auf dem Weg nach Brighton haben wir einen Halt an der Steilküste gemacht und haben dort den steinigen Strand erkundet. Das Wetter war an diesem Tag super. A perfect day out! Alles in allem war das eine super Fahrt, an die wir uns sicherlich alle immer gerne erinnern werden.
